BoE: Gouverneur King kann sich erneut nicht durchsetzen

Die Bank of England (BoE) hat bei ihrer Sitzung in der vergangenen Woche keine Änderungen an der Geldpolitik vorgenommen. Trotz der schwierigen konjunkturellen Lage ließ man den Leitzins auf dem bereits seit Februar 2009 gültigen Rekordtief von 0,5 Prozent. Und auch das Anleihenkaufprogramm wurde nicht aufgestockt. Zuletzt wurde dessen Volumen im Juli vergangenen Jahres um 50 Milliarden auf 375 Milliarden Pfund angehoben. Da dieses Kapital aber bereits seit Ende Oktober aufgebraucht ist, ruht das Programm im Moment faktisch.

Der Ende Juni aus dem Amt scheidende Notenbank-Gouverneur Mervyn King konnte sich damit erneut nicht durchsetzen. Mit zwei weiteren Ratsmitgliedern stimmte er bei den Sitzungen im Januar und Februar für eine Aufstockung um weitere 25 Milliarden Pfund. Die Mehrheit des neunköpfigen Gremiums war aber aus Sorge vor der seit langem über dem Zielwert von 2,0 Prozent liegenden Inflation dagegen. Die meisten der von der Nachrichtenagentur Reuters im Vorfeld befragten Ökonomen hatten die Entscheidung so erwartet. Allerdings hatten auch rund 40 Prozent aufgrund der knappen Mehrheitsverhältnisse eine Anhebung der Anleihenkäufe prognostiziert.

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