Bank of Japan bekräftigt ihre Geldpolitik

Teilen!

Die Bank of Japan (BoJ) hat sich bei ihrer zweitägigen geldpolitischen Sitzung einstimmig für eine Beibehaltung der geldpolitischen Lockerungen ausgesprochen. Das teilte die Notenbank in der Nacht zu Mittwoch mit. Im Kampf gegen die Deflation und zur Ankurbelung der Konjunktur sind damit weiterhin Anleihenkäufe im Umfang von umgerechnet rund 1 Billion Euro bis Ende 2014 geplant. Auf diese Art und Weise soll die Geldbasis innerhalb von zwei Jahren auf 270 Billionen Yen verdoppelt und im gleichen Zeitraum eine Inflationsrate von zwei Prozent erreicht werden.

Erste Erfolge kann die BoJ bereits vermelden. So ist das Bruttoinlandsprodukt (BIP) im ersten Quartal des Jahres mit 0,9 Prozent überraschend stark gestiegen. Bei ihrer geldpolitischen Sitzung hat die Notenbank nun bereits zum fünften Mal in Folge ihre Konjunkturbeurteilung angehoben. Die Wirtschaft beginne zu wachsen, wurde mitgeteilt. Außerdem würden einige Indikatoren nahe legen, dass die Inflationserwartungen steigen.

Anleihenkäufe könnten angepasst werden

Auf der Pressekonferenz reagierte BoJ-Gouverneur Haruhiko Kuroda auch auf die jüngst deutlich angezogenen Renditen für japanische Staatsanleihen. Bei Bonds mit einer Laufzeit von zehn Jahren waren diese von rund 0,6 Prozent Mitte Mai innerhalb weniger Tage auf 0,88 Prozent gestiegen. Kuroda sieht darin aber noch kein Problem. Bisher habe dies keine Auswirkung auf die konjunkturelle Entwicklung und er erwarte auch keinen steilen Anstieg der Zinsen, „wenn man den Abwärtsdruck bedenkt, den unsere quantitative und qualitative geldpolitische Lockerung ausübt“. Trotzdem würde man die Entwicklung genau beobachten und sei bereit flexible Anpassungen der Anleihenkäufe vorzunehmen, falls dies nötig werden sollte.

Print Friendly, PDF & Email
Dieser Beitrag wurde unter Allgemein, Finanznachrichten, weltweit abgelegt und mit , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.