Ausblick auf die kommende Handelswoche

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In der kommenden Woche sind eine ganze Reihe wichtiger Termine vorhanden. Da in den USA die Sommerzeit erst in einer Woche beendet wird, finden die dortigen Veröffentlichungen nach europäischer Zeit eine Stunde früher statt, als gewöhnt.

Der Höhepunkt der Woche ist das geldpolitische Sitzungsergebnis der amerikanischen Notenbank am Mittwoch um 19:00 Uhr. Diese hatte bei ihrer letzten Sitzung im September überraschend auf eine Verringerung ihrer monatlichen Anleihenkäufe verzichtet. Aus dem Protokoll ging aber hervor, dass die meisten entscheidungsberechtigten Mitglieder weiterhin noch dieses Jahr einen solchen Schritt erwarten. Sollte dies so sein, käme neben der jetzigen Sitzung nur noch der Dezember in Frage. Die meisten Experten erwarten für die jetzige Entscheidung allerdings noch keine Änderung in der Geldpolitik. Sollte es überhaupt tatsächlich noch dieses Jahr dazu kommen (was keineswegs sicher ist), bietet sich der Dezember mehr an, da dann auch aktualisierte Projektionen zur weiteren Entwicklung der Arbeitslosigkeit, Inflation und Konjunktur vorliegen. Aber auch im Falle einer gleichbleibenden Geldpolitik wird das begleitende Statement sehr stark beachtet werden, da man darüber möglicherweise Hinweise erhalten kann, wie wahrscheinlich eine Verringerung der Anleihenkäufe im Dezember ist.

Doch auch davon abgesehen sind einige wichtige Termine im Wochenverlauf vorhanden. Am Dienstag um 8:10 Uhr veröffentlicht die Nürnberger Gesellschaft für Konsumforschung (Gfk) das monatlich ermittelte Konsumklima für Deutschland. Dafür wurden rund 2000 repräsentativ ausgewählte Personen ab 14 Jahren nach ihren Einkommens- und Konsumerwartungen auf Sicht von zwölf Monaten, sowie nach ihrer Anschaffungsneigung und ihren Erwartungen an die gesamtwirtschaftliche Situation befragt. Ziel ist es die Konsumneigung der Privathaushalte widerzuspiegeln. Diese spielt eine wichtige Rolle für die konjunkturelle Entwicklung und liegt in Deutschland seit längerem auf einem sehr guten Niveau.

Am Dienstag um 15:00 Uhr veröffentlicht das private amerikanische Forschungsinstitut „The Conference Board“ in New York ihr ermitteltes Verbrauchervertrauen. Dieses gilt als wichtiger Frühindikator für die weitere konjunkturelle Entwicklung in den USA. Dafür werden monatlich rund 5000 repräsentativ ausgewählte Konsumenten über ihre Einschätzung zur aktuellen und zukünftigen konjunkturellen Entwicklung, sowie zum Arbeitsmarkt und erwartetem Einkommen befragt. Besonderer Wert wird dabei auf die Anschaffungsneigung gelegt.

Am Mittwoch um 21:00 Uhr wird die Reserve Bank of New Zealand (RBNZ) das Ergebnis ihrer geldpolitischen Sitzung bekannt geben. Zwar werden auch hier keine Änderungen erwartet. Trotzdem wird ebenfalls auf das begleitende Statement geachtet, um Hinweise zur wahrscheinlichen weiteren Geldpolitik zu erhalten.

Gleiches wie in Neuseeland gilt auch für die japanische Notenbank (BoJ), welche in der Nacht zu Donnerstag über die Fortführung ihres ultralockeren Kurses entscheidet. Änderungen werden nicht erwartet. Im Fokus steht aber die anschließende Pressekonferenz mit Gouverneur Kuroda am frühen Donnerstagmorgen. Genaue Uhrzeiten werden von der BoJ immer nur kurzfristig bekannt gegeben.

Ein wichtiger Einkaufsmanagerindex wird am Freitag um 15:00 Uhr vom amerikanischen   Institute for Supply Management (ISM) für die USA veröffentlicht. Für diesen werden monatlich rund 400 Einkaufsmanager über deren Einschätzung zur aktuellen und zukünftigen Lage befragt. Genauso wie bei den europäischen Einkaufsmanagerindexen bedeuten Ergebnisse über 50 Punkten eine sich verbessernde Situation.

Weiter wichtige Termine im Wochenverlauf sind die amerikanischen schwebenden Hausverkäufe am Montag um 15:00 Uhr, eine Rede von RBA-Gouverneur Glenn Stevens am Montagabend ab 23:30 Uhr, die Einzelhandelsumsätze und die Entwicklung der Erzeugerpreise in den USA am Dienstag um 13:30 Uhr, der amerikanische Arbeitsmarktbericht des privaten Dienstleisters ADP am Mittwoch um 13:15 Uhr, die Entwicklung der Verbraucherpreise in den USA am Mittwoch um 13:30 Uhr, das neuseeländische ANZ Geschäftsvertrauen in der Nacht zu Donnerstag um 1:00 Uhr, die australischen Baugenehmigungen am Donnerstag um 1:30 Uhr, die Entwicklung des kanadischen BIP am Donnerstag um 13:30 Uhr, die australischen Erzeugerpreise in der Nacht zu Freitag um 1:30 Uhr, sowie der britische Industrie-Einkaufsmanagerindex am Freitag um 10:30 Uhr.

Die Einzelaufstellung aller Termine finden Sie hier: Wirtschaftskalender

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