AUD/USD: Leitzins bleibt in Australien auf Rekordtief

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Die Reserve Bank of Australia (RBA) hat am Dienstag bei ihrer geldpolitischen Sitzung den Leitzins zum elften Mal in Folge unverändert auf dem Rekordtief von 2,5 Prozent belassen. Zuletzt erfolgte im August 2013 eine Zinssenkung um 0,25 Prozent, welche damals die achte innerhalb von zwei Jahren war. Ökonomen hatten die Entscheidung so erwartet.

Das begleitende Statement fiel ähnlich aus, wie bei der vorangegangenen Sitzung vor rund einem Monat. Hinweise auf eine Straffung der Geldpolitik finden sich nicht. Vielmehr geht die Notenbank davon aus, dass der Leitzins noch längere Zeit auf dem derzeitigen niedrigen Niveau bleiben wird.

RBA-Gouverneur Glenn Stevens erklärte, dass die Weltwirtschaft unterstützt von sich bessernden Bedingungen in den Industrieländern weiterhin in einem moderaten Tempo wachsen dürfte. In China habe sich das Wachstum dagegen verlangsamt, würde aber im Einklang mit den wirtschaftlichen Zielen bleiben. Die Rohstoffpreise blieben insgesamt hoch. Allerdings seien die Preise für einige für Australien wichtige Rohstoffe gesunken.

In Australien habe sich das Wachstum zuletzt zwar etwas gefestigt. Insgesamt erwarte man aber immer noch, dass die konjunkturelle Entwicklung noch längere Zeit unter dem langfristigen Trend liegen wird. Die Investitionsabsichten der Unternehmen hätten sich zuletzt verbessert. Allerdings würden viele Unternehmen zunächst mehr Beweise für eine anziehende Konjunktur abwarten wollen, bevor sie tatsächlich investieren.

Auch die Indikatoren für den Arbeitsmarkt hätten in den letzten Monaten einige Verbesserungen gezeigt. Es könne aber noch einige Zeit dauern, bevor die Arbeitslosigkeit wieder konstant sinkt. Gleichzeitig sei das Wachstum der Löhne merklich zurückgegangen.

Die Geldpolitik bleibe weiterhin sehr stimulierend. Die Zinsen seien niedrig und das Kreditwachstum zuletzt leicht angestiegen. Der Wechselkurs des Australischen Dollars bleibe allerdings im historischen Vergleich hoch und biete somit kaum Unterstützung für ein ausgewogenes Konjunkturwachstum. Die expansive Geldpolitik dürfte aber die Nachfrage und das Wachstum in der nächsten Zeit weiter stärken.

Die Notenbank werde die Geldpolitik weiterhin so konfigurieren, dass nachhaltiges Wachstum in der Nachfrage und eine Inflation im Einklang mit dem Ziel von 2-3 Prozent gefördert wird. Zum aktuellen Zeitpunkt geht man daher davon aus, dass der „klügste Kurs wahrscheinlich eine Periode der Stabilität der Zinssätze“ sein wird. Die meisten Ökonomen erwarten eine Zinserhöhung frühestens Ende des Jahres.

Charttechnische Betrachtung von AUD/USD:

Der Australische Dollar hatte seit April 2013 von Kursen bei fast 1,06 deutlich bis zu einem Tief bei nur noch 0,8656 am 24. Januar dieses Jahres abgewertet, was der tiefste Stand seit Juli 2010 war. Seitdem stabilisiert sich das Paar und erreichte am 10. April ein Hoch bei 0,9461. Anschließend war zunächst nur noch wenig Bewegung zu sehen und der Kurs pendelte unterhalb davon in einer Seitwärtsrange zwischen diesem Hoch und rund 0,92. Nachdem der Australische Dollar in der letzten Zeit dabei in engen Tagesbewegungen im oberen Range-Bereich verharrte, gelang nach der jetzigen Notenbanksitzung nun der Ausbruch nach oben. Im Hoch stieg der Kurs am heutigen Dienstag bis über 0,95 und damit auf den höchsten Stand seit Anfang November. Das Chartbild ist bullish zu bewerten und spricht für weiter steigende Notierungen. Allerdings kommt schon bei 0,9544 der nächste wichtige Widerstand, welcher zumindest zu einer gewissen Zwischenkorrektur führen könnte. Oberhalb davon liegen die nächsten wichtigen Ziele bei 0,966 und rund 0,98. Eintrüben würde sich die charttechnische Situation erst wieder unter dem Tief vom gestrigen Montag bei 0,9383.

Tageschart AUD/USD (Stand Dienstag, 1.7.14, ca. 22:45 Uhr):
AUDUSD

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